Eine wesentliche Aufgabe unseres Vereins sehen wir darin, geflüchtete Menschen und dabei erfahrungsgemäß vor allem Frauen zu dem Schritt in Selbständigkeit zu ermutigen. Wir wollen sie nicht in erster Linie mit den Risiken konfrontieren, auch wenn wir versuchen, sie vor unüberlegten Risiken zu bewahren.
Die üblichen Schritte zu Existenzgründung wie Businessplan und Kreditbeantragung bei einer Bank, sind für die uns bekannten Frauen völlig undenkbar. Da würde auch keine intensive Beratung etwas daran ändern. Ihnen sind solche Anforderungen in einem kulturellen Sinn völlig unverständlich.
Wenn die geflüchteten Frauen in Deutschland eine Art Kulturschock erleben, dann betrifft dies die Erwartungen unseres Staates an seine Bürger. Sie sollen der staatlichen Verwaltung als kompetente Partner gegenüber stehen. Das ist gerade für die Flüchtlingsfrauen eine völlig neue Erfahrung, der sie mit einer erheblichen Hilflosigkeit begegnen. Ohne Unterstützung von dritter Seite funktioniert da wenig. Hier sehen wir unser Engagement gerade für die Flüchtlingsfrauen, die in eine selbständige Tätigkeit drängen, als längerfristig an.
Neben der Beratung und dem Coaching bieten wir zusätzlich Mikrokredite zur Anschaffung notwendiger Hilfsmittel an.